Interview mit Daniel Peter, Leiter Leistungsbereich Master

Welche Bedeutung haben die Masterstudiengänge für die Hochschule Luzern – Wirtschaft?

Die Masterstudiengänge sind für die Schule strategisch sehr wichtig. Neben der Ausrichtung der Lehre werden über die Masterthemen auch die Forschungsfelder definiert. Entsprechend wird sich die Hochschule Luzern – Wirtschaft in den Forschungsgebieten Banking & Finance, Business Development and Promotion, Public and Nonprofit Management und Tourismus national und international profilieren. Bei der Gesuchsprüfung durch den Bund wurde insbesonders dieses Kriterium intensiv überprüft.

Die Hochschule Luzern – Wirtschaft hat vier Mastergesuche eingereicht. War das nicht etwas frech, da andere Hochschulen mit einem Gesuch an den Bund gelangten?

Nein überhaupt nicht. Alle Mastergesuche erfüllten die vom Bund aufgestellten Kriterien absolut. Zudem bringen unsere Mastergesuche die lange Forschungstradition zum Ausdruck. Gegenüber dem Bund mussten wird zum Beispiel die Finanzierung der Forschung über die letzten drei Jahr im Detail darlegen. Hier zeigte sich eine strategische Weitsicht von Sabine Jaggy (Rektorin der Hochschule Luzern – Wirtschaft), welche bereits sehr früh die Hochschule für die Master „fit“ machte.

Welche Bedeutung hat das Masterangebot für ehemalige Studierende?

Die Masterstudiengänge führen zu einer weiteren Profilierung der Hochschule Luzern – Wirtschaft. Die Hochschule geniesst sowohl in der Praxis auch als im internationalen Vergleich einen hohen Stellenwert. Ehemalige haben zusätzlich die Möglichkeit, einen Master of Science-Abschluss zu erwerben. Für mich gibt es zusätzlich spannende weitere Kooperationsmöglichkeiten. Die Masterstudiengänge sind als duale Bildungskonzepte sehr gut geeignet.

Was bedeutet dies konkret?

Für Unternehmen gibt dies total spannende Konzepte. Die Masterstudierenden sind zu 50 % an der Hochschule, danach können die Masterstudierenden für weitere 50 % im Betrieb eingesetzt werden. Dadurch fliesst der Unternehmung neues Wissen zu. Zusätzlich bearbeiten die Studierenden konkrete Fälle der Unternehmung während dem Studium (z.B. als Masterthesis). Die Unternehmung hat zusätzlich den Nutzen, dass Sie die Masterstudentin, den Masterstudenten während der Ausbildung sehr gut kennen lernt. Ein besseres Assessment Center gibt es wohl kaum. Weitere Konzepte sind das Patenkonzept, wobei ehemalige Studierende im Sinne eines Paten eine MasterstudentIn begleiten. Wir sind zurzeit daran, Kontakte zu Unternehmen aufzubauen.

Haben Sie bereits erste konkrete Angebote?

Ja, wir haben aus den Bereich Unternehmensberatung, Telekommunikation und Banken bereits Zusagen für Stellen erhalten. Das Potenzial wurde von diesen Unternehmen bereits sehr früh erkannt. Ich hoffe viele weitere werden noch folgen.

Wenn Sie zurückschauen, welche Erfahrungen bei der Konzipierung der Master waren für Sie die eindrücklichsten?

Währen der Konzipierung hatte ich oft Kontakt zu anderen schweizerischen aus ausländischen Hochschulen. Was die Hochschule Luzern – Wirtschaft auszeichnet ist sicherlich die Kultur. Wir haben eine internen „Spirt“ welcher einzigartig ist. Was mich jedoch auch immer wieder positiv überrascht hat ist die Leistungsfähigkeit der Organisation. Die Vorgaben vom Bund waren eine Herausforderung, die Antworten wurden zum Teil innerhalb von wenigen Tagen eingefordert. Zu erleben, wie innerhalb von 24 Stunden ganze Dossiers zusammengestellt werden konnten war einmalig, und dies bei laufendem und vollausgelastetem Studienbetrieb.

Wann wurde dies dann erstellt?

Ein Tag hat 24 Stunden.

Besten Dank Daniel Peter für das interessante Interview.


Zurück zur Übersicht

........................................................................................................................................................................................
Kontakt Vorstand intern